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4.000-ter Brandversuch im Brandprüfzentrum Erwitte

Freitag, 18.07.2014

4.000-ter Brandversuch im Brandprüfzentrum Erwitte

Der 18. Juli 2014 war ein ganz besonderer Termin - der 4.000-te Großbrandversuch in der Erwitter Bauteilhalle startete. Geprüft wurde der Funktionserhalt an Kabeln. Die Zahl 4.000 mag sich erst mal gar nicht so groß anhören, aber bei diesen Bauteilprüfungen handelt es sich um recht große Konstruktionsprüfungen, bei deren Dimensionen sich die Zahl schnell relativiert.

Ganz anders stellt sich dagegen die Situation im Bereich „Brandverhalten von Baustoffen“ dar. Dort gibt es jedes Jahr über  1.000 Kleinbrandversuche z.B. im SBI-Test, im Radiant Panel Test oder auch im Nichtbrennbarkeitsofen.

Seit  über  50 Jahren führt das MPA NRW Brandversuche durch. Die Großbrandversuche  werden im Brandbuch akribisch protokolliert und mit Nummern versehen. Die runden 1.000-er Versuche sind bisher immer besonders gewürdigt worden, so z.B. auch der  1.000-te Versuch 1966 noch in der Brandprüfhalle in Dortmund.

In den 80-ziger Jahren wurden die Brandprüfungen des MPA NRW nach Erwitte verlegt. Eine neue Zeitrechnung begann – die  Zählung der  Versuche startete wieder bei null.  In den Erwitter Öfen des Fachbereichs „Brandverhalten von Bauteilen“ werden eine ganze Reihe von großen Bauelementen  zu Versuchszwecken einem Brand ausgesetzt - wie etwa: Glaskonstruktionen, Türen- und Feuerabschlüsse, Rohr- und Kabeldurchführungen, Schottsysteme, Rauch- und Wärmeabzugsgeräte und vieles mehr.  Seit dem Start sind bis heute  in Erwitte mittlerweile bereits über 4.000 dieser Großversuche durchgeführt worden.