Klimaschutz: Materialprüfungsamt NRW als Vorreiter ausgezeichnet



Auszeichnung in Silber für den Landesbetrieb für „mission E“. Neues Dezernat für Nachhaltigkeit und Zukunftstechnologien als weiterer Baustein für eine klimaneutrale Landesverwaltung

Am 29. April fand im Polizeipräsidium Köln das diesjährige Netzwerktreffen der mission E statt, der Motivationskampagne für energiebewusstes Verhalten in der Landesverwaltung NRW. Bei diesen jährlichen Treffen stehen traditionell der behördenübergreifende Austausch und das informelle Networking im Vordergrund. In diesem Jahr allerdings bot die Veranstaltung ein weiteres Highlight – die Auszeichnung all derjenigen Behörden, die sich bei der mission E im Jahr 2024 oder 2025 in besonderer Weise für den Klimaschutz engagiert haben.

Mit einer Auszeichnung in Silber gehört auch das Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen (MPA NRW) zu den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern. Martina Fahnemann als Projektkoordinatorin des MPA NRW und Marina Burazin als Ständige Vertreterin der Unternehmensleitung nahmen die Auszeichnung stellvertretend in Köln entgegen.

„Als weltweit anerkannter Partner für Sicherheit und Qualität in den Bereichen Prüfung. Überwachung und Zertifizierung gehen wir auch beim Klimaschutz voran“, freuten sich Martina Fahnemann und Marina Burazin über die Auszeichnung. Hierzu zählt auch die Beachtung der Nachhaltigkeit und Klimaneutralität für Gebäudenutzung und -technik bei der Ausgestaltung des künftigen Liegenschaftskonzeptes für die Standorte des MPA NRW in Dortmund und Erwitte.

„Ein weiterer Baustein für das MPA NRW als Landesbetrieb des für die Stärkung der Klimaneutralen Landesverwaltung ist die Gründung unseres neuen Dezernates für Nachhaltigkeit und Zukunftstechnologien“, ergänzt Unternehmensleiterin Ines Verhaaren die Wichtigkeit des Klimaschutzes in Behörden und Wirtschaftsbetrieben. „Nach Silber kommt Gold: selbstverständlich werden wir unser Engagement nicht nur für Mission E noch weiter verbessern“, so Ines Verhaaren zuversichtlich.

Auszeichnungssystem
Für die Behörden, die an der mission E des Landes teilnehmen, gibt es eine Checkliste für die Nutzersensibilisierung vor Ort. Diese Liste umfasst 21 gewichtete Indikatoren, zu denen unter anderem die lokalen Kampagnenaktivitäten, die begleitende interne Kommunikation und das Messen der Energieverbräuche gehören. Der Clou dabei: Für jede abgeschlossene Aktion erhalten die Behörden Punkte. Maximal 1.000 Punkte sind erreichbar. Die Auszeichnung in Bronze winkt ab 250, die Urkunde in Silber ab 500 und der Gold-Status ab 750 Punkten. 

„Medaillenspiegel“
Aktuell nehmen über 100 Einrichtungen aus zehn Ressorts mit eigenen Aktivitäten an der mission E teil, darunter acht Ministerien und die Staatskanzlei. Beim Netzwerktreffen in Köln wurden am 29. April 2026 insgesamt 28 Auszeichnungen vergeben: 2-mal in Gold, 17-mal in Silber- und 6-mal in Bronze. „Ich freue mich, dass wir schon beim ersten Durchgang so viele Behörden für ihr Engagement auszeichnen konnten“, bilanziert Rocco Rossinelli vom zentralen Kampagnenteam der mission E bei NRW.Energy4Climate. „Doch es gibt vermutlich viele weitere Einrichtungen, die sich für eine klimaneutrale Landesverwaltung engagieren, aber noch nicht aktiv an der mission E teilnehmen. Unsere Aufgabe ist es, auch diese Behörden ins Boot zu holen.“

Hintergrund
Die Landesregierung NRW hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 eine bilanziell klimaneutrale Landesverwaltung zu erreichen. Dieses ressortübergreifende Vorhaben umfasst verschiedene Handlungsfelder und wird durch die Geschäftsstelle Klimaneutrale Landesverwaltung (KNLV) im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW gesteuert. Zu den Handlungsfeldern des Vorhabens KNLV zählt auch die Sensibilisierung der 172.000 Beschäftigten mithilfe der mission E – der Motivationskampagne für energiebewusstes Verhalten in der Landesverwaltung NRW, die fachlich von NRW.Energy4Climate verantwortet wird.


Das Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen: Partner und Lotse der Kunden auf dem Weltmarkt
Das weltweit geschätzte Qualitätssiegel „Made in Germany“ begründet seinen Ruf in der Materialprüfung, die das Materialprüfungsamt NRW in Deutschland wesentlich mitgeprägt hat. „Wir prüfen, überwachen, zertifizieren“ – so fasst das MPA NRW seine Dienstleistungen zusammen.

Das 1947 in Dortmund gegründete MPA NRW ist als Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle für über 15.000 Kunden tätig. In der Außenstelle Erwitte wird seit 1980 das Brandprüfzentrum betrieben. Seit Anfang 1995 ist das MPA NRW durch Erlass des NRW-Wirtschaftsministeriums Landesbetrieb. Dieser wird in Form eines kaufmännisch eingerichteten, öffentlichen Unternehmens geführt - mit dem Ziel der Kostendeckung. Die Dienstleistungen sind seitdem stärker auf die Kundenwünsche ausgerichtet. Unabhängigkeit und Objektivität bleiben bei der Wahrnehmung der vielfach sicherheitsrelevanten Prüftätigkeiten Markenzeichen des Landesbetriebes.