Kfz-Sicherheitsglas: MPA NRW prüft für den Weltmarkt

Im Prüflabor für Kfz-Sicherheitsglas werden alle sicherheitsrelevanten Eigenschaften der Verglasung eines Fahrzeugtyps untersucht.
Geprüft werden die mechanische Festigkeit, das Bruchverhalten, die Beständigkeit gegen äußere Einwirkungen und die optischen Eigenschaften des Glases oder Kunststoffs.
 

Das Labor für Sicherheitsglas ist Technischer Dienst des KBA.

Das Prüflabor für Sicherheitsglas ist benannt vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) als Technischer Dienst für Zulassungsprüfungen der Kfz-Sicherheitsverglasungen. Diese Benennung sowie die Akkreditierungen des MPA NRW ermöglichen die Zulassung der mit diesen Verglasungen ausgerüsteten Fahrzeuge auf vielen wichtigen Märkten der Erde.

Das MPA NRW ist als Prüflabor für Kfz-Verglasungen akkreditiert durch:

  • die "Deutsche Akkreditierungsstelle" (DAkkS) für Prüfungen nach UN-Regelung Nr. 43 (früher ECE-Regelung Nr. 43), sowie nach § 22a StVZO TA Nr. 29,
  • die "Automotive Manufacturers Equipment Compliance Agency" (AMECA) für Prüfungen nach US-amerikanischem Standard ANSI/SAE Z26.1-1996 bzw. FMVSS No. 205,
  • das MOTC Taiwan für Prüfungen nach den "Vehicle Safety Testing Directions" (VSTD), Item 25-1, Item 25-2 und Item 25-33.


Geprüft werden unter anderem Einscheiben-Sicherheitsglas, Verbundsicherheitsglas, Kunststoffverglasung*), Isolierglas und Folien für das nachträgliche Aufbringen auf Fahrzeugverglasung. Derartige Zulassungsprüfungen bilden die Grundlage für allgemeine Bauartgenehmigungen (national), internationale UNECE-Genehmigungen ("E1-Kennzeichnung") und Erweiterungen von bestehenden EG-Typgenehmigungen ("e1-Kennzeichnung") sowie nationale Typgenehmigungen weiterer Staaten.
Darüber hinaus werden auch Prüfungen nach amerikanischem ANSI-Standard für die "DOT-Kennzeichnung" durchgeführt.
Das MPA NRW ist zudem für Prüfungen an Sicherheitsglas im ROVER-System der australischen Regierung aufgelistet, sodass Prüfzeugnisse des Labors für Sicherheitsglas für australische Fahrzeugzulassungen herangezogen werden können.


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*) Das Labor für Sicherheitsglas besitzt eine besondere Kompetenz für die Prüfung von Kfz-Kunststoffverglasungen.
Dieses betrifft neben den monolithischen Kunststoffeinzelscheiben auch Kunststoff-Isolierverglasungen, Kunststoff-Laminate (Kunststoff-Verbundglas) und Kunststoff-Windschutzscheiben. Neben einer über 40 jährigen Erfahrung verfügt das Labor für Sicherheitsglas über alle erforderlichen Prüfeinrichtungen zur Prüfung von Kunststoffverglasungen. Unter anderem sind Prüfeinrichtungen für die Phantomfallprüfung mit Verzögerungsmessung und für den sogenannten Triple-Abriebtest (Wischer-, Waschstraßen- und Sandrieselprüfung), der alternativ zum Taber-Test an der Außenseite der Kunststoffverglasung durchgeführt werden kann, vorhanden.


Kontakt im MPA NRW