Neue Festlegungen zur Radiosynoviorthese (RSO) ab 1. Dezember 2009

Neue behördliche Vorgaben
Fingerring-Teilkörperdosimeter unterschätzen an RSO-Arbeitsplätzen die tatsächliche Strahlenexposition. Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit Schreiben vom 15.09.2009 folgenden Beschluss des Fachausschusses Strahlenschutz mitgeteilt:

  • Personen, die jährlich mehr als 100 RSO-Anwendungen durchführen, müssen während einer RSO-Anwendung zusätzlich zum generell getragenen Beta-Fingerringdosimeter ein zweites Beta-Fingerringdosimeter (RSO-Dosimeter) tragen.
  • RSO-Dosimeter dürfen nur ausschließlich während RSO-Anwendungen getragen werden.
  • RSO-Dosimeter müssen bei der Einsendung an die Messstelle mit dem Merkmal "RSO" gekennzeichnet werden.
  • Bei einem RSO-Dosimeter wird im Ergebnisbericht als Personendosis der mit Faktor 2 multiplizierte Messwert angegeben. Gleiches gilt für die Meldung des Dosiswerts an das Strahlenschutzregister.


RSO-Dosimeter
Technisch sind die regulären Beta-Fingerringdosimeter und die RSO-Dosimeter identisch. Dadurch können vorhandene Beta-Fingerringdosimeter als RSO-Dosimeter eingesetzt werden, wenn diese in dem jeweiligen Überwachungszeitraum noch nicht als reguläres Beta-Fingerringdosimeter eingesetzt wurden.

Kennzeichnung eines RSO-Dosimeters
Gemäß der behördlichen Vorgaben müssen RSO-Dosimeter beim Einsenden an die Messstelle eindeutig als RSO-Dosimeter gekennzeichnet werden. Für die Auswertung im MPA NRW bedeutet dies:

  1. Die Kennzeichnung eines RSO-Dosimeters erfolgt durch Eintrag des Wortes "RSO" in Feld "Strahlenpass-Nr./RSO" auf dem Zuordnungs- und Änderungsbogen.
  2. RSO-Dosimeter müssen immer mit Zuordnungs- und Änderungsbogen an die Messstelle eingeschickt werden. Die Kennzeichnung gilt jeweils nur für die aktuelle Auswertung. Fehlt der Bogen oder die Kennzeichnungen bei künftigen Auswertungen, wird das Dosimeter als normales Beta-Fingerringdosimeter behandelt.
  3. Um eine korrekte Bilanzierung vornehmen zu können, ist es erforderlich, dass das RSO-Dosimeter und das normale Beta-Fingerringdosimeter einer Person zeitgleich eingeschickt werden. Als amtliche Dosis gilt die Summe aus dem Zweifachen des RSO-Dosimeters und dem normalen Beta-Fingerringdosimeter.


Bitte beachten Sie: Fingerringdosimeter müssen unabhängig vom Einsatzgebiet spätestens nach 6 Monaten ausgewertet oder regeneriert werden.

Weitere Informationen
MPA NRW: Merkblatt RSO-Dosimeter
MPA NRW: <link fileadmin user_upload pdf strahlenschutz downloads datenblaetter beta-fingerring_02.pdf _blank download>Datenblatt Beta-Fingerrindosimeter
Externer Link: Informationsblatt des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mit Empfehlungen zum Strahlenschutz bei der Radiosynoviorthese.

MPA NRW, 27.11.2009